Freitag, 29. Juni 2012
Charakterisierung Christiane F
Charakterisierung – Christane F.
Christiane F. wurde am 20.
Mai 1962 in einem kleinen Bauerndorf unter dem Namen Christiane Vera
Felscherinow geboren. Sie hatte keine Probleme bis zu ihrem sechsten
Geburtstag, an dem sie mit ihrer Familie in die Gropiusstadt zog. Sie ist auch
sehr tierlieb.
Als sie nach Berlin zieht
fühlt sie sich zuerst ausgeschlossen, denn die Kinder in der Stadt beschäftigen
sich mit ganz anderen Sachen wie Christiane auf dem Land. Bei den Spielen der Stadtkinder
geht es immer nur darum über den anderen groß aufzutrumpfen. Ihre Lage
verschlechtert sich weiterhin als sich ihre Mutter von ihrem Vater trennt, weil
dieser schon öfter handgreiflich wurde. Christiane lernt schnell, dass man in
Gropiusstadt nie einen Streit anfangen soll aber wenn man in einen verwickelt
wird dann muss man sich mit allen Mitteln wehren. Um sich Annerkennung zu
verschaffen, wird sie in der Schule immer aufmüpfiger und frecher gegenüber den
Lehrern. Als sie mit 12 zum ersten Mal
mit ihrer Freundin Kessi ins Haus der Mitte geht rutscht sie in die
Drogenszene. Erst probiert sie Hasch, dann LSD und viele andere Aufputschmittel
oder Schlafmittel. Mit 14 gelangt sie dann schließlich zum Heroin. Sie muss
dann anschaffen gehen um ihr Heroin zu besorgen. Sie bildet sich ein, dass sie
jede Woche aufhören könne, aber eigentlich weiß sie, dass sie längst in einem
Teufelskreis gelandet ist. Als sie zu ihrer Oma geht, wird sie zum ersten Mal
seit langem wieder richtig clean aber sobald sie wieder in Berlin ist kann sie
dem Drang nicht widerstehen und setzt sich gleich den nächsten Druck. Eines
Tages, als ihre Mutter sie im Bad erwischt, als Christiane sich gerade einen
Druck setzen will, merkt ihre Mutter, dass Christiane ein Doppelleben führt.
Ihre Mutter zwingt sie zum Entzug und ihr Freund Detlef willigt ein den Entzug
mitzumachen, aber Christiane bleibt nicht lange clean. Sie mein alle ihre
Freundschaften wurden immer aggressiver, je weniger Dope sie hatten. Sie
unterhielt sich mit ihren Freunden nur noch über das Dope. Allgemein ihr ganzes
Leben drehte sich um nichts anderes mehr, als um Dope. Auch in der Schule ist
sie fast nicht mehr anwesend, weshalb sie nicht in die 9. Klasse versetzt wird.
Christiane realisiert immer mehr wie tief sie gesunken ist und als ihre
Freundin Babsi zur jüngsten Drogentoten Berlins wird, versuch sie sich den
goldenen Schuss zu setzen, was aber misslingt. Ihre Mutter weiß nicht mehr
weiter, da auch ale Entzüge fehlgeschlagen sind. Als letzten Ausweg schickt
ihre Mutter Christiane endgültig nach Hamburg zu ihrer Oma, wo sie eine neue
Clique ohne Drogen findet und endlich einmal für eine längere Zeit clean
bleibt.
Inhaltsangabe Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Inhaltsangabe - Wir Kinder
vom Bahnhof Zoo
Christiane wuchs in
schwierigen Verhältnissen auf. Als sie gerade sechs war zog sie mit ihrer
Familie nach Gropiusstadt, eine Hochhaussiedlung in Berlin. Dort war sehr
vieles verboten und ein paar kleine Bäume waren das einzigste Grün in ihrer Umgebung, was für sie als Kind
vom Land sehr schlimm war. Sie musste Gesetze brechen um wieder wie auf dem
Land zu leben. Außerdem wurden sie, ihre Schwester und ihre Mutter von ihrem
Vater geschlagen. Als ihr Vater ihre Mutter beinahe in der Badewanne ertränkte
trennte sich ihre Mutter von ihrem Vater und kam kurz darauf mit Klaus
zusammen.
Dadurch genoss Christiane
viel größere Freiheiten wie andere Kinder in ihrem Alter. Sie stritt sich
öfters mit ihrem Vater, was für Christiane so etwas wie ein Spiel war und ihr
Spaß machte. Ihrer Schwester hingegen wurde es bald zuviel und sie zog zu ihrem
Vater, was Christiane nie richtig verstand und was für ihre Mutter ein großer
Schock war. Christianes Vater kümmerte sich danach auch um Christiane und lud
sie zu einem Urlaub in Spanien ein, durch den sie jedoch die ersten zwei Wochen
in ihrer neuen Gesamtschule verpasste. Sie bekam nicht mit, wie ihnen die
Lehrer das komplizierte System der Gesamtschule erklärten und kam nicht in eine
der Cliquen, die sich schon zu Anfang gebildet hatten. Um sich dann doch
Annerkennung in der Schule zu verschaffen musste sie sich gegen die Lehrer
auflehnen und auch ihre Muskeln spielen lassen.
Christianes Freundin Kessi
nahm sie bald in ein evangelisches Jugendhaus, das Haus der Mitte mit, wo sie
zum ersten al Dope rauchte. Dort machte sie auch erste sexuelle Erfahrungen, mit
einem Jungen namens Kathi aber es akzeptierten alle, als sie sagte sie fühle
sich noch zu jung. Bald kam sie auch auf LSD und experimentierte danach mit
verschiedenen Aufputsch- und Schlafmitteln. Als sie jedoch meinte noch ein
Level aufsteigen zu müssen, probierte sie zum ersten Mal Heroin. Sie ging
zusammen mit einem bereits Heroin süchtigen zu einem David Bowie Konzert und setzte
sich dort ihren ersten Druck. Zu dieser Zeit ging sie ins Sound, eine Drogen
Disco. Dort lernte sie auch Detlef, ihre große Liebe kennen, der schon Heroin
abhängig war. Detlef ging dann mit für sie anschaffen, aber irgendwann bekam
Christiane ein schlechtes Gewissen und sie ging auch auf den Strich um das Geld
für das Heroin zu verdienen. Eines Tages als sich Christiane einen Druck im Bad
setzen will und ihr Spritzbesteck zerbricht, entdeckt ihre Mutter, dass
Christiane sich Heroin spritzt.
Ihre Mutter möchte dass
Christiane entzieht, was sie auch zusammen mit ihrem Freund tut, aber wonach
sie wieder rückfällig wird. So geht es eine ganze Zeit weiter, sie entzieht
immer wieder und wird aber auch immer wieder rückfällig. Erst als ihre Freundin
Stella zur jüngsten Drogentoten Berlins wird und immer mehr ihrer alten
Fixerkollegen tot oder im Gefängnis schickt ihre Mutter Christiane nach
Norddeutschland zu ihrer Tante, wo sie endlich clean wird und eine neue Clique findet.
Donnerstag, 28. Juni 2012
Innerer Monolog Christiane F.
Innerer Monolog
Christiane F.
So, jetzt bin ich
entgültig alleine. Meine Schwester zieht zu unserem Vater, und ich darf mit
Mama und diesem komischen Klaus alleine bleiben. Wieso verlässt mich meine
Schwester überhaupt ??? Ich war immer für sie da und habe sie wo es auch nur
ging verteidigt und habe ihr geholfen und das ist ihre Art mir zu danken ? Ich
verstehe sie nicht. Außerdem habe ich Angst, dass unser Kontakt abbricht und
ich niemanden zum reden mehr habe. Ich werde auch alleine im Zimmer schlafen
müssen. Das bin ich nicht gewohnt, denn wir haben uns schon immer ein Zimmer
geteilt und uns vor dem Schlafen Geschichten erzählt. Wieso zieht sie zu
unserem Vater ? Ausgerechnet zu der Person, die unsere Kindheit zerstört hat
und nie wollte, dass wir ihn in der Öffentlichkeit mit Papa ansprechen, sondern
mit Onkel, damit er vor seinen Freunden nicht blamiert wird und als alter
Mensch gilt, weil er Kinder hat. Ist er denn nicht stolz auf uns ? und meine
Schwester zieht zu ihm... UNFASSBAR!!! War er denn nicht stolz auf uns und
wollte uns seinen Freunden nicht vorstellen ? Ich kapier meine kleine Schwester
nicht. Wir wurden immer geschlagen und hatten Tage lang blaue Flecken. Zieht
sie vielleicht zu ihm, weil er Geld hat und ihr die Sachen kaufen kann, wovon
sie träumt, z.B. diese Barbiepuppe die sie letztens haben wollte und nicht
bekam, oder vielleicht doch nur weil sie ihr eigenes Zimmer bekommen will und
es hier nicht möglich ist ? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wir hatten immer
so viel Spaß zusammen, wir haben immer gespielt, geredet, zusammen geheult oder
gelacht. Wir waren immer füreinander da, doch jetzt scheint alles kaputt zu
gehen. Vielleicht ist es aber auch besser so... Vielleicht kann mich ja Klaus
jetzt besser akzeptieren und mag mich möglicherweise bisschen mehr, weil er
nurnoch ein Kind im Haus hat und keine zwei mehr. Vielleicht entlastet es ihn
ja und wir streiten uns nicht mehr so oft. Das würde meine Mutter sehr
glücklich machen, denn sie steht ja zwischen uns beiden.Jetzt können auch
Freundinnen bei mir übernachten, da das Bett von meiner Schwester frei ist und
es früher nie genug Platz gab. Ich könnte sie natürlich auch besuchen gehen und
bei ihr bisschen Zeit verbringen und sie bei mir auch, denn es ist ja immernoch
UNSERE Wohnung. Naja, ich glaube ich werde jetzt erstmal abwarten, und schauen
wie sich alles entwickelt. Hoffentlich läuft alles gut !
Personenkonstellation:"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"
Personenkonstellation: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“
Christiane begegnet vielen
Menschen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden, die ganz unterschiedliche Charakter
haben und zu denen sie verschiedenartige Beziehungen hat. Anfangs hat
Christiane noch ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Doch schon als sie in das
„Haus der Mitte“ geht, fängt sie an, ihre Mutter anzulügen. Das Verhältnis
verbessert sich auch nicht, als Klaus, der neue Lebensgefährte der Mutter, in
die neue Wohnung zieht. Ihre Mutter macht wegen Christianes Drogenabhängigkeit viel
durch und hat am Anfang noch Mitleid, doch am Ende verliert sie jegliche
Hoffnung und gibt Christiane auf. Zu ihrem Vater hat Christiane ein sehr
schlechtes Verhältnis. Er ist brutal und gewalttätig zu ihr, ihrer Schwester
aber auch gegenüber Christianes Mutter. Christiane hat Angst vor ihm, aber den
Respekt vor ihm hat sie verloren. Auch als er Christiane später zu sich nimmt
und versucht, ihr zu helfen, verbessert sich ihr Verhältnis nicht. Christiane
lügt ihn an und hält sich nicht an Regeln. Ihre Schwester ist zu dieser Zeit ihre
einzige Bezugsperson. Ihr kann sie alles erzählen, was sie belastet und
bedrückt - im Gegensatz zu ihrer Clique, in der hauptsächlich nur über Drogen
und Musik geredet wird. Daher ist es auch ein schlimmer Schock für Christiane,
als ihre Schwester schließlich zurück zu ihrem Vater zieht.
Eine bedeutende Person ist
Kessi, sie spielt am Anfang des Buches eine wichtige Rolle in Christianes
Leben. Sie ist es, die Christiane letzten Endes an die Drogen bringt.
Christiane schaut zu ihr auf. Kessi wirkt erwachsen, cool und hat sogar schon
einen Freund. Somit entsteht eine gefährliche Freundschaft. Schließlich lernt
Christiane aber Atze kennen, er ist Christianes große Liebe. Sie ist fasziniert
von ihm, er hat alles, was Christiane schon immer so anziehend fand. Sie sind
wie Bruder und Schwester, und gleichzeitig Freund und Freundin. Er entspricht
ihren größten Vorbildern, außerdem ist er älter und kann sie somit auch beschützen.
Für Christiane ist das sehr wichtig aufgrund ihres sozialen Hintergrunds, in
dem sie schon ganz früh lernt, wie wichtig es ist, sich mit Gewalt
durchzusetzen. Durch Atze lernt Christiane Detlef kennen. Er wird nach und nach
zum wichtigsten Menschen in Christianes Leben. Zuerst verbindet sie eine tiefe
Freundschaft, die sich zu Liebe entwickelt. Gerade weil Detlef anders ist,
imponiert er Christiane. Da alle, mit denen Christiane später zu tun hat, grob
sind, gefällt es ihr, dass Detlef sie so zärtlich und nett behandelt. Auch mit
Detlef kann Christiane später über alles reden. Detlef liebt sie genauso und
will Christiane beschützen, vor allem vor Drogen. Doch es gelingt ihm nicht, und
so kommt es, dass sie sogar ihren ersten Entzug zusammen durchstehen. Sie sind
immer füreinander da, und das ist das Wichtige an dieser Beziehung. Später
bekommen auch Babsi und Stella eine wichtige Rolle in Christianes leben. Die
drei freunden sich an, sie unterstützen und helfen sich gegenseitig. Doch auch
hier wird vor allem darüber geredet, welcher „Freier“ viel Geld gibt und zu
welchem man nicht gehen sollte. Zwar gehen sie oft auch unterschiedliche Wege und
gehen ihren eigenen Beschäftigungen nach, doch treffen sie sich auf der
Drogenszene wieder, dann ist die Wiedersehensfreude groß! Sie verstehen sich
alle gut miteinander, doch Christianes Verhältnis zu Babsi ist etwas besser als
das zu Stella. Die Freundschaft zwischen den Dreien entsteht eigentlich
hauptsächlich, weil sie sich gut miteinander identifizieren können. Alle fühlen
das gleiche und sind in derselben Situation. Christiane weiß oft selber nicht,
wer sie ist und was sie macht, doch Babsi und Stella zeigen ihr, dass sie nicht
alleine ist.
Immer wieder begegnet
Christiane auch Menschen, mit denen sie nicht gut zurecht kommt, wie zum Beispiel
die „Freier“, die für Christiane jedoch mit der Zeit überlebenswichtig werden.
Christiane ekelt sich vor ihnen, doch sie muss zum Teil sogar bei manchen
wohnen, und es kommt dabei nicht selten zu Konflikten. Die meisten „Freier“ mögen
Christiane und vertrauen sich ihr an, weil sie oft niemand anderen haben und
völlig verzweifelt sind, doch dies interessiert Christiane nicht im geringsten
- ihr geht es nur um das Geld und die Drogen.
Carla
Carla
Charakterisierung Christiane F. - "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"
Charakterisierung
von Christiane F.
Die
Hauptperson in dem Buch Wir Kinder vom
Bahnhof Zoo ist Christiane F. mit ganzem Namen Christiane Vera Felscherinow.
Es ist eine wahre Geschichte, ihre
Geschichte.
Christiane ist am 20. Mai
1962 fernab von Drogen in einem kleinen Bauerndorf n der Nähe von Hamburg zur
Welt gekommen. Sie verstand sich mit jedem gut, hatte Respekt vor den
Erwachsenen und hatte Spaß daran auf dem Bauernhof zu helfen, denn Christiane,
wie auch ihre Familie liebt Tiere. Sie war immer stolz darauf, eine so tierliebe
Familie zu haben, sie besaßen 4 Mäuse, 2 Katzen, 2
Kaninchen, 1 Wellensittich und Ayax, eine braune Dogge. (S.13)Mit 6 Jahren beginnt dann ein neues Leben für Christiane; sie zieht mit ihrer Familie in das ihr bis dahin unbekannte Berlin. Christiane gefällt ihre neue Welt zuerst gar nicht, sie hat einen „urischen Horror“ vor ihrer neuen, großen und leeren Wohnung und sie kennt die Spiele der anderen Kinder nicht. Man spielt dort nicht miteinander, sondern gegeneinander. Die ganzen Spiele bestehen nur darin, den anderen fertig zu machen und für sich selbst Vorteile herauszuschinden, Macht zu erobern und Macht zu zeigen. In Gropiusstadt ist alles anders als im Dorf. (S.12) Eines Tages wird sogar Christianes Fahrrad kaputt gemacht, was ihr eine Portion Schläge ihres Vaters einbringt, der ab und zu handgreiflich wird, was auch der Grund ist, dass sich Christianes Mutter, als Christiane 10 ist, von ihrem Mann trennt.
Durch diesen Einfluss lernt Christiane schnell die Regel „Fang niemals an zu schlagen, aber wenn dir jemand was tut, hau zurück so doll und so lange du kannst!“ (S.17) ins echte Leben umzusetzen. Sie lernt sich durchzusetzen und in der Schule immer die frechste zu sein. Als sie merkt, dass sie mit ihrer Klappe so erfolgreich ist, fängt sie an auch ihre Muskeln auszuprobieren. Sie ist eigentlich nicht sehr stark aber hat sie genügend Wut kann sie auch die Stärkeren umhauen. (S.18) Christiane muss nun nicht mehr Angst vor den größeren haben, jeder hat nun Angst vor ihr. Es immer zwei Dinge die sie ihr Leben lang anstreben wird: Kraft und Macht. Ob sie diese nun beim Angeben vor ihrer kleinen Schwester findet, beim Reiten eines Pferdes, welches nur ihr gehorcht oder beim Streit mit Klaus (der spätere Freund von Christianes Mutter). Wie sie diese Anerkennung bekommt ist ihr egal. (S.18/19/38)
Christiane fängt nun auch an sich körperlich zu verändern. Sie fängt an hohe Schuhe zu tragen und achtet nun sehr auf ihr Aussehen und interessiert sich nun auch für Jungs. Zu diesem Zeitpunkt ist sie 12 Jahre alt. Man muss allerdings sagen, dass diese Entwicklung für einen werdenden Erwachsenen dieses Alters vollkommen menschlich ist. Was Christianes Leben allerdings grundlegend von unserem Leben unterscheidet ist, dass sie durch ihre Freundin Kessi mit 12 Jahren in die Drogenszene rutscht. Die Schule rückt immer mehr in den Hintergrund und sie orientiert sich von jetzt an nur noch an anderen Jugendlichen. In ihrer Clique fängt man an Haschisch zu rauchen, da Christiane dazugehören will macht sie mit. Als sie schließlich das erste mal Haschisch und LSD zu sich nimmt, findet sie dich selbst zuerst unheimlich cool, jedoch strebt sie immer weiter an, wie die Größeren, die teils heroinabhängig sind, zu sein. Mit 13 kommt sie schließlich zu der harten Droge Heroin. Gruppenzwang und der Drang „in“ zu sein, bestimmen Christianes Zukunft.
Man kann dies mit folgendem Beispiel unserer Zeit vergleichen: War es nicht immer so, dass man unbedingt in die Schule wollte, weil ein älterer Bekannter damit prahlte, dass er nun Hausaufgaben macht und war es nicht so, dass man schnellstmöglich ein Handy haben wollte weil jeder damit angegeben hat, eines zu haben?
So rutscht Christiane immer weiter in die Drogenszene und kommt als sie durch regelmäßiges Einnehmen von Heroin vollkommen körperlich abhängig wird, in einen Teufelskreis, den sie so schnell nicht verlassen wird. Sie ist nun eine vollkommen von Rauschgift Abhängige, eine echte Fixerin. Doch darauf ist sie jetzt alles andere als stolz. Gedanken wie „Jetzt hast du ja alles erreicht was du immer erreichen wolltest. Hast du dir das so vorgestellt? Nee, nicht. Aber du wolltest das doch. Du hast sie doch irgendwie immer bewundert, die alten Fixer. Jetzt bist du selber einer.“ (S.127) schwirren in ihrem Kopf umher.
Sie merkt, dass in ihrem Leben irgendetwas falsch läuft (S.69) Sie weiß nicht mehr wer sie ist. Die Fixerbraut, die nun am Bahnhof Zoo anschaffen geht um sich die Droge zu besorgen, oder das Mädchen vom Bauernhof. Als sie ihre Oma besucht, ist sie wieder das kleine, unschuldige Mädchen von früher (S.107) doch zurück in Berlin bei ihren Freunden setzt sie sich gleich den nächsten Druck.
Das Verhältnis zu ihrer Mutter wird immer oberflächlicher, da ihre Mutter versucht, zu verleugnen, was sie eigentlich schon längst hätte merken sollen: Christiane ist nun eine Fixerin.
Die Clique wird Christianes neue Familie, hier kann sie alle Sorgen vergessen.
Sie selbst beschreibt manche Freundschaften nur als „Fixerfreundschaften“, Freundschaften die ohne H gar nicht entstehen würden. Wenn sie sich treffen, reden sie meistens nur über Dope, auch ihre Beziehung zu ihrem damaligen Freund Detlef beschreibt diese rückblickend als eine „auf Drogen aufgebaute Beziehung.“
Zeitweise ist sie stolz darauf eine Fixerin zu sein. Sie war „der Star unter den Stars“. Wenn sie die Omas am Kurfürstendamm ängstlich angaffen, meint sie nur dass sie ihnen doch hoch überlegen sei. Sie denkt an das Geld, das sie mit Anschaffen verdient, viertausend Euro im Monat, soviel wie ein Direktor einer Firma verdient. (S.214) Dieses Geld steckt Christiane allerdings nur in Drogen.
Ist sie gerade mal nicht high, sieht sie die Schattenseiten ihres Fixerlebens. Sie fängt an zu realisieren, wie Tief sie gesunken ist. Sie hasst andere Fixer – in denen sie sich selbst wieder erkennt. Nachdem ihre Mutter Christiane mit ihrer Drogensucht überführt, versucht sie zusammen mit Detlef das erste Mal zu entziehen. (S.164) Das dies nicht so einfach ist, merkt Christiane schnell. Nach einer Woche auf Turkey, dem körperlichem Entzug, folgt der geistige Entzug, vor welchem alle Fixer am meisten Angst haben. So zieht es Christiane und Detlef auch gleich nach ihrem scheinlichen Entzug wieder zu ihrer H-Clique am Bahnhof Zoo. Viele erfolglose Entzüge ziehen Christiane immer weiter runter. Oft malt sie sich aus wie ihr Leben ohne die Droge wäre: „am liebsten träumte ich davon, dass ich ein fröhlicher Teenager war, so fröhlich wie auf einer Coca-Cola-Reklame“(S.157). Auch zusammen mit Detlef schmiedet sie immer wieder Pläne für ihre gemeinsame Zukunft ohne die Droge. Wie ihre zukünftige Wohnung aussehen solle und wie sie zusammen am besten entziehen sollten. (S.215) Doch Christiane kommt auch nicht durch zahlreiche professionelle Entzüge nicht runter. Als dann ihre beste Freundin Babsi stirbt, rutscht Christiane in ein Loch, und führt einen allerdings misslungen Selbstmordversuch durch. Ihre Mutter ist psychisch und physisch nun auch total am Ende. Nach und nach gibt ihre Familie sie auf, und sie wird schließlich zurück nach Hamburg zu ihrer Oma geschickt, um dem Teufelskreis aus Drogen ein Ende zu setzen. Dort findet sie neue Freunde doch ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein, so muss sie z.B. die Realschule verlassen und auf die Hauptschule gehen. Was nicht heißen soll, dass alle Jugendlichen die mit ihrem Leben nicht klarkommen auf die Hauptschule gehen, lediglich wurden Christianes Chancen, nur aufgrund ihrer Vergangenheit beschränkt. Christiane denkt immer noch an die Droge Heroin und wie schnell sie aus einem Tief herausgekommen wäre. Sie nimmt weiterhin Haschisch zu sich und findet sich meiner Meinung nach, in ihrer neuen Welt immer noch nicht richtig ein. Hier endet das Buch Christianes.
Der erste Abschnitt ist bewusst in der Vergangenheit geschrieben, da man bei Christiane über Jahre hinweg eine stake Persönlichkeitsveränderung feststellen konnte. Dieses Buch zeigt sehr gut, wie sehr einen das Umfeld prägt und den Charakter beeinflussen kann.
geschrieben von Ann-Sophie Schulz
Innerer Monolog von Ben Ros aus "Die Welle"
Innerer Monolog von Mr. Ross aus „Die Welle“
Ich bin so ein Idiot!! Ich hätte es wissen müssen! Christy hatte von Anfang an Recht mit ihrer Skepsis gegenüber diesem Experiment, aber es war einfach zu verlockend es nur noch ein bisschen weiter auszutesten, doch auch ICH mache Fehler, auch ICH bin nur ein Mensch, nicht nur ein Lehrer, der alles richtig macht und auf alles eine Antwort hat!
Ich weiß, dass ich einen großen Fehler gemacht habe und nicht an die Konsequenzen, die dieses Experiment mit sich bringen könnte, gedacht habe... Doch was ist mit den Schülern, haben sie das gelernt was ich beabsichtigt hatte?
Ich wollte doch so sehr, dass sie daraus lernen… Einige von ihnen waren schon sehr enttäuscht... Hoffentlich haben sie jetzt verstanden, dass so eine Diktatur, wie die von Hitler, zu welcher es an UNSERER Schule auch beinahe gekommen wäre, NIE wieder vorkommen darf...
Es macht mir Angst, dass sich die ganze Zeit über NIEMAND gegen das Experiment gewehrt und etwas dagegen unternommen hat... Es war erschreckend und gleichzeitig faszinierend, wie einfach es war, die Schüler zu manipulieren und von den Vorstellungen einer Diktatur zu überzeugen...
Ich muss jedoch auch gestehen, dass mir die Rolle als Diktator nicht nur unangenehm war, ja sogar erschreckenderweise teilweise gefallen hat... Ich habe jetzt also am eigenen Leib erfahren, wie verlockend Macht sein kann...
Ich mache mir nur noch Sorgen um Robert. Er wird der einzige Verlierer bei der ganzen Sache sein. Ich denke ich werde mich mit ihm beschäftigen müssen und ihm klar machen, dass es auch andere Wege gibt, sich in die Gesellschaft zu integrieren oder Ansehen zu gewinnen.
Hmm…--- Ich muss mir unbedingt etwas einfallen lassen, wie ich die Schüler wieder an das normale Schulleben heranführen könnte. Es ist ja klar, dass nicht von jetzt auf nachher alles wieder vergessen sein kann und dass dies den ehemalig engagierten Wellenmitgliedern schwer fallen wird.
Mist! Hoffentlich können mir die Eltern und Lehrer verzeihen…
Ich werde mich verdammt nochmal anstrengen müssen, das Vertrauen wieder aufzubauen... Oh Gott! -- Da kommt wohl noch eine Menge Arbeit auf mich zu... Aber ich bin ja auch selbst daran schuld...
Wenn ich doch nur die leiseste Ahnung gehabt hätte, welche Auswirkungen das alles haben würde…!
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